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Flora und Fauna |
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Flora und Fauna im Peenetal
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DIE FLORA DES PEENETALS |
Mit
den folgenden Pflanzenarten möchten wir einen kurzen Einblick in die
Flora des Peenetals geben.
Am
„Alten Lager“ in Menzlin sind noch einige Exemplare der Wiesen-Kuhschelle
und der Gemeinen
Kuhschelle dürfte eines der letzten in Mecklenburg-Vorpommern sein. Durch verschiedene anthropogene Einflüsse wurden die zunehmend in Feuchtwiesen überführten Kalkmoore Zufluchtsstandorte zahlreicher Orchideen. Hierzu zählen auch
die kennzeichnenden Orchideen der Niedermoore wie der Sumpf-Sitter
und das Ostsee-Knabenkraut. Dieses
Knabenkraut kommt in Deutschland nur hier im Peenetal vor. Außerdem
sind als ursprünglich anzusehende Arten wie z.B. die Sumpf-Glanzorchis
und das In
den Feuchtwiesen haben sich teilweise große Bestände der im Flachland
unvermuteten Trollblume gebildet. Als
Druckwasserzeiger lassen sich verschiedene Binsen, Seggen und Simsen,
wie Kalkbinse, und
Wald-Simse nachweisen. Insgesamt
wurden bisher 737 Farn- und Blütenpflanzen nachgewiesen, es kann aber
davon ausgegangen werden, das noch weitere Arten im Peenetal anzutreffen
sind. 175
der Farn- und Blütenpflanzen gehören der Roten Liste von
Mecklenburg-Vorpommern und 64 der Bisher
wurden im Peenetal außerdem 71 Moosarten und 10 Algenarten erfasst.
Auch hier kann von einem höheren, tatsächlichen Vorkommen ausgegangen
werden. |
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DIE FAUNA DES PEENETALS |
Säugetiere
In
und an der Peene treffen wir mittlerweile wieder recht häufig Biber
und Fischotter an, wobei der Fischotter eher
selten gesichtet wird. Im gesamten Peenetal konnten inzwischen 110
Biberansiedlungen festgestellt werden und auch die Fischotter sind in
einer stabilen und großen Population heimisch. Rothirsch,
Reh und Wildschwein kommen in großen Beständen
vor. Als
Raubsäuger kommen Rotfuchs und Dachs vor,
heimisch sind Hermelin, Steinmarder, Als
fremde Faunenelemente treten Mink, Waschbär
und Marderhund auf. In
dem Abendstunden sind mehrere Fledermausarten zu beobachten, z.B. der Große
Abendsegler Auch
die Mopsfledermaus kommt von, sie genießt höchsten
Schutz
Vögel Insgesamt
wurden zwischen dem Kummerower See und der Peenemündung 156
Brutvogelarten registriert. 61
Vogelarten hiervon haben einen Rote-Liste-Status des Landes
Mecklenburg-Vorpommern. Das
Peenetal gilt auch hier als Rückzugsgebiet und Überlebenschance für
viele , in Mecklenburg-Vorpommern vom Aussterben bedrohten Arten wie
z.B. der Große Brachvogel, der Flussläufer,
die Wiesenralle, der Schreiadler, die Sumpfohreule,
der Seggenrohrsänger und die Uferschnepfe. Die herausragende und sogar gesamteuropäische Bedeutung des Gebietes wird durch die Tatsache unterstrichen, dass hier 26 europaweit geschützte Arten ein bzw.
mehrere Vorkommen aufweisen. Besonders
hervorzuheben währen hier z.B. die Wiesenweihe, die Kornweihe,
der Schwarzmilan, die Trauerseeschwalbe, die
Wiesenralle und das Blaukehlchen. Im
Peenetal brüten drei Adlerarten, der Eisvogel, das Blaukehlchen
und der Karmingimpel Leicht
zu beobachten sind z.B. auch die Große Rohrdommel, der Kranich,
die Beutelmeise Der
Kiebitz rastet in großen Zahlen während des Frühsommerzuges,
auch der Goldregenpfeifer Dem
aufmerksamen Beobachter werden auch Vögel wie Rebhuhn, Fasan,
Pirol und Kleinspecht Es
kann zusammenfassend gesagt werden, dass das Peenegebiet zu den
bedeutendsten Vogellebensräumen Deutschlands gezählt werden muss.
FischeDie
Peene ist einer der fischartenreichsten Flüsse Deutschlands. Bleie und Plötzen ziehen in großen Schwärmen zur Laichzeit in die Peene und auch Vermehrungs- oder Irrgäste wie z.B. Lachse und Meerforellen sind immer wieder
anzutreffen. Welse
kommen in der Peene ebenso vor wie Barsche und Hechte,
in den zahlreichen Torfkuhlen Von
den 51 einheimischen Süßwasser- und Wanderfischarten
Mecklenburg-Vorpommerns kommen regelmäßig oder zeitweilig 37 Arten in
der Peene vor. Unter
den in ihrem Bestand gefährdeten Fischarten genießen die Rapfen,
die Steinbeißer, und
der Lachs einen
Laufkäfer Insgesamt
149 Laufkäferarten konnten im Peenetal bisher festgestellt werden. 24
davon gehören einer Gefährdungskategorie der Roten Liste
Mecklenburg-Vorpommerns an. Besonders
hervorhebenswert sind die vom Aussterben bedrohten Arten Carabus
menetriesi, Der
relativ große, bronzefarbene Menetries-Laufkäfer bildet
hier eine Unterart, die nirgends Besonders hervorhebenswert sind auch die Vorkommen einer Anzahl gefährdeter oder vom Aussterben bedrohter Arten im Talmoorbereich bei Anklam, wie
z.B. Carabus clatratus und Elaphrus
uliginosus. Bemerkenswert
ist auch das Vorkommen von Trechus rivularis, eines
seltenen Laufkäfers lichter Waldmoore. Einige
vorgefundene Laufkäfergemeinschaften enthielten zahlreiche Rote Liste
Arten, Patrobus
australis Erstmals
nach 60 Jahren konnte am „Alten Lager“ in Menzlin der Beifuß-Walzenhalsbock
Libellen33
Libellenarten von den 57 in Mecklenburg-Vorpommern bodenständigen Arten
konnten bisher im Peenetal nachgewiesen werden, 13 davon sind in der
Roten Liste von Mecklenburg-Vorpommern und 11 in der Roten Liste der
Bundesrepublik Deutschland erfasst. Die
Große Moorjungfer gehört zu den Europaweit geschützten
Arten, die vom Aussterben bedrohte Leitarten
des Flusses sind die Gebänderte Prachtlibelle und die Gemeine
Federlibelle, als
vergesellschaftete Arten können die Hufeisen-Azurjungfer,
die Becher-Azurjungfer und die Weidenjungfer
angesehen werden. In
den stehenden Torfstichen kommen das Große und Kleine
Granatauge vor. In
den Uferbereichen die durch Gehölz- und Gebüschsäume und durch Röhrichtbestände
gekennzeichnet Glänzende
Binsenjungfer, In
den Bereichen der Zuflüsse mit höherer Fließgeschwindigkeit
treten die Blauflügel-Prachtlibelle, die
Fledermaus-Azurjungfer,
Heuschrecken Von den in Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesenen 47 Heuschreckenarten konnten bisher 25 im Peenetal nachgewiesen werden. 10 Arten zählen zu den lokal
gefährdeten Heuschrecken. Darunter
befinden sich der vom Aussterben bedrohte Buntbäuchige Grashüpfer
und die stark gefährdete Blauflügelige Ödlandschrecke. Für Feuchtwiesen charakteristische Arten sind Sumpfschrecke und Sumpfgrashüpfer, als vergesellschaftete Arten treten Zwitscherschrecke, Roesels
Beißschrecke und Außerdem
treten die Arten Zwitscherheupferd, Brauner Grashüpfer
und Wiesengrashüpfer
Tagfalter und Widderchen
Von den 69 festgestellten Arten werden 35 in der Roten Liste Mecklenburg-Vorpommerns als gefährdet geführt. Darunter sind besonders unter dem Gesichtspunkt des
europäischen Artenschutzes der Zu
den vom Aussterben bedrohten Arten gehören der Randring-Perlmutterfalter,
der Grünliche Perlmutterfalter und der Übersehene
Scheckenfalter. Das Artenspektrum der Laub- und Mischwaldkomplexe wird durch den Feurigen Perlmutterfalter und den Wachtelweizen-Scheckenfalter als stark gefährdete Arten sowie
durch die gefährdeten Arten Kaisermantel, Großer
Fuchs, Kleiner Eisvogel und Großer
Schillerfalter repräsentiert. Als landesweit bedeutend sind die Nachweise des Malven-Dickkopffalters, des Zwergbläulings, des Wegerich-Scheckenfalters, des Weißbindigen Wiesenvögelchens und
des Hornklee-Widderchens einzuschätzen.
NachtfalterVon
den 875 in Mecklenburg-Vorpommern aufgeführten Arten sind 526 im
Peenetal nachgewiesen worden. Davon
werden 106 Spezies in einer Kategorie der Roten Liste
Mecklenburg-Vorpommerns geführt. Neun
Nachtfalterarten gelten als vom Aussterben bedroht. Erfreulicherweise konnte das seit langem bekannte, einzige Vorkommen von Chariaspilates formosaria in Deutschland bestätigt werden. Die an Gagel gebundene Moorart
hat hier im Peenetal eines ihrer letzten aktuellen Verbreitungsgebiete
in West- und Mitteleuropa. Eriopygodes
imbecilla ist
ein eiszeitliches Faunenrelikt, das im Untersuchungsgebiet sein einziges
aktuell bekanntes Vorkommen nördlich der deutschen Mittelgebirge
besitzt. Desgleichen
befindet sich hier der für Norddeutschland einzig bekannte Standort von
Scopula nemoraria. Außerdem
konnte festgestellt werden, dass innerhalb des Peenetals die größten
Populationen von Megalophanes stetinensis in Deutschland
existieren. Als faunistische Besonderheiten sind insbesondere die Vorkommen von Acanthopsyche atra, Megalophanes stetinenses, Nola aerugula, Syngrapha interrogrationis, Brachionycha nubeculosa, Lithophane lamda, Amphipoea lucens, Diarsia dahlii, Chariaspilates formosaria, Scopula corrivalaria und Scopula nemoraria im
„Anklamer Stadtbruch“ zu nennen. Zahlreiche weitere Wald- und Bruchwaldarten wie Kleines Nachtpfauenauge, Polyploca ridens, Achlya flavicornis, Furcula bicuspis, Miltochrista miniata, Lithophane socia, Lithophane ornitopus und Conistra rubiginosa unterstreichen den überregional bedeutsamen Status des Naturschutzgebietes als einzigartigen Nachtfalterlebensraum
in Deutschland.
Spinnen Von
den 216 bisher festgestellten Spinnenarten gelten 15 als Erstnachweise für
Mecklenburg-Vorpommern. Insgesamt
gehören 59 Spinnenarten einer Kategorie der Roten Liste
Mecklenburg-Vorpommerns und 12 der Roten Liste Deutschlands an. Als
Arten die im Peenetal vorkommen währen zu nennen: Diplocephalus
dentatus, Maro lethineni, Im
Erlen-Birken-Bruchwald des NSG „Peenetalmoor“ sind besonders die
sehr seltenen Feuchtwaldarten Agroeca striata und Agyneta
ramosa erwähnenswert. |