Kanuverleih & Floßfahrten Menzlin

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Menzlin - Seehandelsplatz der Wikinger 

 

Das nördliche Peeneufer in der Nähe von Menzlin war seit der Jungsteinzeit bis in die Slawenzeit fast in allen

Epochen bewohnt.

Zahlreiche Bodenfunde weisen darauf hin. Zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert lebten hier slawische Siedler zusammen

mit einer skandinavischen Bevölkerungsgruppe, den Wikingern.

 

Günstige territoriale und verkehrsmäßige Bedingungen, wie z.B. die Lage an der „via regia“ der Königsstraße,

ließen in dieser Zeit eine Siedlung entstehen, die man in der Größe mit Haithabu vergleichen kann.

 

Durch Grabungen konnten vier Gebäude bestimmt, acht Gräber sowie elf kreisförmige Steinsetzungen entdeckt

Sowie eine vom Fluss direkt zur Siedlung führende Straße freigelegt werden.

 

Kostbare Funde ließen das Bild von Menzlin als einen bedeutenden frühgeschichtlichen Handelsplatz

unter Wikinger-Regie entstehen, der zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert seine Blütezeit erlebte.

Die Siedlung Menzlin ist den Erkenntnissen zufolge zu den sogenannten Frühstädten im Ostseeraum zu rechnen.

 

Diese Gräber in symbolischer Schiffsform und die kreisförmigen Steinsetzungen sind bisher einmalige Funde im gesamten südlichen Ostseegebiet. In den Gräbern, deren Vordersteven nach Norden zeigen, fanden die Menzliner Wikinger ihre letzte Ruhestätte.

 

                             

 

 

Einige Funde aus Menzlin

 

 

Vergoldete Schalenfibel, Anfang 9. Jahrhundert

 

 

Vergoldete, gleicharmige Fibeln, 9. Jahrhundert

 

Slawische Tongefäße

1 Anhänger, 2 Fragment einer gleicharmigen Fibel, 3 Schnabelfibel, 4 Miniaturwetterfahne,

 5 Anhänger, 6 Pferdefigur, 7 Fragment einer anthropomorphen Figur, 8-9 Gewichte